Archiv der Flucht
Das Archiv der Flucht ist ein Oral-History-Projekt des Haus der Kulturen der Welt in Berlin (HKW) und wird nun durch das Goethe Institut Tirana und Bulevard Art and Media Institute präsentiert und ausgestellt. Hier in Tirana steht dabei eine Auswahl von sechs Interviews aus dem Archiv der Flucht in Form einer Videoinstallation im Fokus der Aufmerksamkeit. Drei Frauen und drei Männer aus Nord-Irak/Kurdistan, Afghanistan, Syrien, Bosnien, Ungarn und Kenia erzählen Geschichten von Flucht und Vertreibung, über Folter, Ausbeutung und Entrechtung, aber auch von Hoffnung und Glück; sie sprechen über Heimat und Exil, Zugehörigkeit und Neuanfang – und am Ende offenbaren sie auch überraschende, vielfältige Perspektiven deutscher Geschichte. Die Filme ermöglichen einen emotionalen, oftmals bewegenden und selten so ausführlich anzutreffenden Eindruck in das Phänomen der Migration.
Desweiteren bietet eine interaktive Workstation in den Ausstellungsräumen den Besucher*innen die Möglichkeiten, sich in alle der 41 aufgezeichenenten Interviews des Archivs der Flucht zu vertiefen und dabei indivuduell nach eigenen Kriterien oder Themenschwerpunkten zu selektieren. Eine Reihe von Katalogen und weiterführendes Material zum übergreifenden Thema der Flucht und Migration zeigen zusätzliche Dimensionen der Migration auf und setzten sie besonders in Kontext zu der albansichen und osteuropäischen, neuren Migrationsgeschichte.
Die Ausstellung ist jeden Tag geöffnet, beginnend von 9 Uhr morgen. Die Workstation ist jeden Tag geöffnet von 13 bis 19 Uhr.
Das Archiv der Flucht bleibt auch nach Ausstellungsende der breiten Öffentlichkeit zugänglich. Unter archivderflucht.hkw.de sind alle 41 Gespräche und Protagonist*innen dauerhaft aufrufbar und weitere Informationen zu dem Projekt zu finden.